Unternehmertreff in Willingen: Anfangen und machen – nicht reden und zweifeln

Willingen(pm/Rönsch). Auch der jüngste Unternehmertreff der Vereinigung der Wirtschaft Waldeck-Frankenberg e.V. war wieder ein voller Erfolg. Rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Kreis und den angrenzenden Regionen kamen am Freitag, dem 14. November 2025, zur Talstation der Ettelsberg Seilbahn GmbH & Co. KG in Willingen. Geschäftsführer Jörg Wilke gab einen Einblick in die Geschichte des Unternehmens, die Sicherheitsvorkehrungen und das wachsende Geschäftsfeld der Mountainbiker im Bikepark Willingen. Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn zeigte sich das große Interesse. Viele Gäste, darunter erfreulich viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer, hatten sich im Eingangsbereich der Ettelsberg Seilbahn in Willingen eingefunden und warteten bei einem Kaltgetränk darauf, das Unternehmen näher kennenzulernen. Es gab ein freundliches Hallo, wenn sich Unternehmer das erste Mal trafen oder herzliche Umarmungen, wenn die Beziehungen schon länger bestanden. Als Wilke um kurz nach 17 Uhr seine Präsentation startete, wurde schnell deutlich, dass sich das Warten gelohnt hatte. Er berichtete leidenschaftlich und ausführlich über die Entwicklung des Seilbahnbetriebs, die Bedeutung der Anlage für den Tourismus und die wachsende Rolle des Mountainbikings für Willingen. Mit Blick auf die Anfänge des Willinger Seilbahngeschäfts in den 1970er Jahren hob Wilke hervor, dass der Start nur möglich war, weil lokale Unternehmer an den touristischen Nutzen glaubten und bereit waren zu investieren. „Bevor die Anlage gebaut wurde, war hier nur grüne Wiese, auf der Kühe grasten“, sagte Wilke. Das Engagement sei ein Beispiel für unternehmerischen Mut. „Anfangen und machen – nicht reden und zweifeln.“

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Technische Details

Wilke ging anschließend auf die technische Weiterentwicklung ein. Dazu gehörte unter anderem die Umstellung von einer Sessel- auf eine Kabinenbahn. Heute kann die Bahn pro Stunde bis zu 5600 Personen transportieren, jeweils 2800 bergauf und bergab, und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde. „Wir fahren vor allem im Winter schnell, um die vielen Skifahrer auf den Berg zu bringen“, erklärte er. Ein Schwerpunkt lag auf den Sicherheitsmaßnahmen. Laut Wilke ist die Seilbahn weltweit eines der sichersten Verkehrsmittel, vor allem aufgrund strenger Regeln und Auflagen. In Willingen wird der Betrieb, je nach Windrichtung, bei Windgeschwindigkeiten von ca. 60 Kilometern pro Stunde eingestellt. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen sämtlicher Bauteile. „Die Mitarbeiter der Seilbahn prüfen die Bahn unterjährig in kurzen Intervallen. Zudem wird die Anlage einmal jährlich vom Seilbahn-TÜV auf Herz und Nieren geprüft“ so Wilke.

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Beschneiung

Zum Abschluss der Präsentation, die sowohl in der Kabinengarage als auch in der Werkstatt stattfand, behandelte Wilke die vorhandenen Beschneiungsanlagen und deren Auswirkungen auf die Natur. Er widersprach Vorwürfen, der Wasser- oder Energieverbrauch sei unverhältnismäßig. Das entnommene Wasser werde vollständig und unbelastet in die Natur zurückgeführt, und die Anlagen liefen nicht mehr als 300 Stunden pro Jahr. Als Vergleich nannte Wilke: „Wenn alle 65 Kilometer der im Sauerland beschneiten Piste mit 35 Zentimetern Schnee belegt werden, kostet das in etwa so viel Energie, wie wenn 200 Menschen von Frankfurt nach Kuba und zurückfliegen. Nur das im Sauerland über 200.000 Menschen sportlichen Urlaubsspaß an der frischen Luft und direkt vor ihrer Haustür haben“ Die letzten Stunden des Unternehmertreffs verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Dorf-Alm in Willingen. Neben gutem Essen und Getränken stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt.

Über die Vereinigung der Wirtschaft Waldeck-Frankenberg e. V.
Die Vereinigung der Wirtschaft Waldeck-Frankenberg e.V., 1962 gegründet als „Arbeitskreis für Kommunalfragen der Waldeckischen Wirtschaft“, umfasst über 100 aktive Mitglieder aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistungen und freien Berufen mit zusammen mehr als 12.500 Beschäftigten. Offen für Unternehmen im Landkreis Waldeck-Frankenberg, fördert sie Austausch, Unterstützung und gemeinsames Wachstum. Als unabhängige, überparteiliche und überkonfessionelle Vermittlerin zwischen lokaler Wirtschaft und Politik strebt die VdW nach zukunftsorientierter Standort- und Strukturpolitik. Sie engagiert sich für die Entwicklung ihrer Mitglieder, fördert strategische Partnerschaften und bietet Plattformen für den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit. https://vdw-waldeck-frankenberg.de/.